Titel: Venus von Willendorf, 2025
Größe: 80 x 80 cm
Material: Acryl auf Leinwand
Mit dem Werk „Venus von Willendorfen“ greift die Künstlerin eine berühmte steinzeitliche Figurine auf. Sie zeigt sie als ein Symbol für Fruchtbarkeit, Weiblichkeit, dem kollektiven Urbild des Weiblichen. Eine erdverbundene Gestalt, die in ihrer Fülle Dominanz und Würde ausstrahlt. Mit der Verdopplung der Gestalt – einmal in roter, expressiver Körperlichkeit, einmal als nackter Umriss – will die Künstlerin den Betrachtern eine Reflexion über Präsenz ermöglichen. Wobei die farbige Venus Materie, Fleisch und Leben verkörpert und dem/der Betrachter*in entgegenzukommen scheint. Während die skizzierte Figur die Idee, die Erinnerung oder eine Projektion darstellt, wie eine flüchtige Erscheinung, zwischen ursprünglicher Funktion des Weiblichen und seiner heutigen Betrachtung. Mit der Gegenüberstellung thematisiert die Künstlerin nicht nur den Ursprung der Vorstellung von Weiblichkeit, sondern auch seine Transformation durch Zeit, Kultur und Interpretation – ein Dialog zwischen dem Urmenschlichen und dem Modernen.

